Samhain & Halloween – Was diese beiden Feste miteinander zu tun haben…

Oktober 22, 2021

Samhain & Halloween – Was diese beiden Feste miteinander zu tun haben…

Samhain und Halloween – Was bedeuten diese beiden Begriffe und wieso erwähne ich sie hier zusammen? Beides erkläre ich hier in diesem Blogbeitrag. Zudem werden wir den Begriff Samhain genauer betrachten und Ihnen erklären, wieso Samhain ein großartiges Fest ist, das auch Sie unbedingt praktizieren sollten. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Was ist Samhain?

Kurz und knapp gesagt, ist Samhain ein keltisches Ahnenfest, das den Beginn des neuen Jahres markiert. Es ist das Fest der Toten und der Wesen aus der Anderswelt. An Samhain endet der keltische Jahreskreis und das keltische Winterhalbjahr beginnt. Samhain ist ein Fest zu Ehren der Toten, und es bedeutet so viel wie „Ende des Sommers“.

Doch was ist Samhain genau? Das neue Jahr beginnt dort, wo alles endet. Der keltische Jahreskreis endet an Samhain und ein neuer Zyklus beginnt, die Nächte werden länger und dunkler. Die Tage in der dunklen kalten Winterzeit sind grau und trüb. In der Nacht von Samhain sind die Schleier zum Ahnenreich sehr dünn – es entsteht ein Zwischenraum, in dem sich die Welten überschneiden. Die Kelten glaubten, dass die Toten in dieser Nacht, die Erlaubnis dazu haben, in unsere Welt zu kommen und auf uns einzuwirken. Auch aus der Parallelwelt Sid, können uns Botschaften von Elfen, Feen und anderen Wesen erreichen. Nehmen Sie alle Botschaften dankend an, auch wenn Sie JETZT noch nicht wissen, wie Sie die Botschaft deuten sollen. Die Auflösung kommt gewiss!

Warum wird Samhain gefeiert?

Samhain ist wie wir jetzt wissen ein Ahnenfest. Mit diesem Fest sollen die Seelen der Toten geweiht werden. Grundsätzlich war das Ziel, die Toten und auch die Bewohner anderer Welten zu besänftigen oder ihre Gunst zu gewinnen. Dies erreichten die Menschen durch verschiedene Rituale.

Da die Schleier in der Nacht von Samhain besonders dünn sind, fürchteten sich früher die Menschen vor den bösen Wesen der Unterwelt, die in dieser Nacht – neben den gutartigen Wesen - durch den Schleier zwischen den Welten schlüpfen konnten. Damals weigerten sich viele Menschen, ihr Zuhause zu verlassen, weil sie fürchteten, dass die Toten Rache an den Lebenden nehmen. Aus dieser Furcht heraus entstand der Brauch des Verkleidens zu Samhain. Je abstoßender die Verkleidung, desto wahrscheinlicher war es, dass man damit die Geister verjagen konnte.

Heutzutage stehen vor allem der Tod und das Sterben spürbar im Vordergrund. Die Menschen lassen bewusst Altes los und fokussieren sich auf das Neue. Laut der Bedeutung von Samhain wird in der Stille neue Energie für das Kommende geschöpft und man besinnt sich auf alles was war und was kommen mag, indem den Toten gedenkt und um ihren Segen erbittet wird.

Wann wird Samhain gefeiert?

Grundsätzlich beginnt Samhain mit dem Sonnenuntergang des 31. Oktobers und endet mit dem Sonnenuntergang am Abend des 1. Novembers.

Teilweise wird Samhain etwas später gefeiert, manchmal auch am nächsten Wochenende oder am nächstgelegenen Voll- oder Neumond.

Manche Praktizierende feiern Samhain mehrere Tage und Nächte lang. Dies tun sie um die ausgedehnten Bräuche, wie Einzel-Rituale, Zeremonien, Festmähler und Treffen mit Familie, Freunden und spiritueller Gemeinschaft ausgiebig zelebrieren zu können.

Wer feiert Samhain?

Samhain ist eine altbekannte Tradition, die ursprünglich von den Kelten gefeiert wurde.

Heutzutage wird Samhain von unzähligen Menschen auf der ganzen Welt gefeiert. Unter anderem von modernen Heiden, von Hexen, von Wicca-Anhängern oder von Menschen, die sich für die alten Bräuche der Kelten interessieren. Aber auch von all denjenigen, die mit Halloween eher weniger anfangen können und ihren Kindern lieber andere und traditionellere Werte vermitteln wollen.

Wie wird Samhain gefeiert?

Samhain wird typischerweise mit einem Abendessen zur Feier der Ernte am Abend des 31. Oktobers begonnen. Hierfür wird ein Tisch für alle eingeladenen Gäste eingedeckt. Laden Sie Ihre Familie und Freunde ein, sowohl lebende als auch verstorbene Menschen. Heute haben Sie die Chance, ein Fest mit all Ihren geliebten Menschen zu feiern. Decken Sie den Tisch wirklich für alle Gäste, denn heute bekommen auch die Verstorbenen einen Teil des Festmahls ab. Servieren Sie Ihren Gästen verschiedene Portionen des Festmahls, dieses kann über den ganzen Abend passieren. Zu den typischen Getränken gehören Glühwein und Apfelwein, die auch während der gesamten Mahlzeit mit den Toten geteilt werden.

Für diejenigen, die im vergangenen Jahr geliebte Menschen verloren haben, können die Samhain-Rituale eine Gelegenheit sein, den Trauerprozess abzuschließen, indem sie geistig mit ihren Liebsten kommunizieren. Samhain ist aber auch eine Möglichkeit, das Leben wertzuschätzen!

Was hat Samhain mit Halloween zu tun?

Halloween kennen die meisten hier bei uns. Das Fest das ursprünglich aus den USA zu uns kam und mittlerweile auch in vielen Gegenden in Deutschland gefeiert wird. Kürbisse werden geschnitzt, Partys werden gefeiert und die Kinder gehen verkleidet von Haus zu Haus. Doch was hat das mit Samhain zu tun?

Halloween wird wie Samhain am 31. Oktober gefeiert. Das katholische Kirchenfest Allerheiligen fällt auf den Folgetag, den 1. November.

Trotz des ähnlichen Auftretens zu ähnlichen Zeiten, sind Samhain und Halloween nicht der gleiche Feiertag. Halloween, kurz für „All Hallow’s Eve“, wird übersetzt mit „Abend vor Allerheiligen“ und am Abend des 31. Oktobers gefeiert.

Obwohl Samhain ein Geister- bzw. Ahnenfest ist, steht der "Gruselfaktor" nicht im Vordergrund wie bei Halloween. Halloween ist im Laufe der Jahre zu einem sehr kommerziellen und öffentlichen Fest geworden – den Grundgedanken der Religion und des Brauchtums hat es teilweise komplett verloren.

Samhain feiert man dagegen privat im engsten Familien- und Freundeskreis. Es wird mit vielen spirituellen Bräuchen zelebriert und das liebevolle Gedenken der Verstorbenen steht im Vordergrund.

Was sind die Gemeinsamkeiten mit Halloween?

Die Menschen verkleiden sich sowohl zu Halloween als auch zu Samhain. So besteht die Wahrscheinlichkeit, dass man von den Geistern nicht erkannt und so auch nicht von bösen Geistern heimgesucht wird.

An Samhain ist es eine Tradition, von Haus zu Haus zu gehen, Sprüche vorzutragen und um Gaben zu bitten. Das kennen wir von Halloween auch.

Auch das Ausleuchten des Weges kennen wir sowohl von Halloween als auch von Samhain. Kerzen sollen den Seelen der Verstorbenen den Weg nach Hause leuchten. Gruselige Fratzen wurden traditionell in Rüben geschnitzt, da es Kürbisse zu dieser Zeit in Irland noch nicht gab. Mit diesen gruseligen Laternen sollen die bösen Geister davon abgehalten werden in das Haus einzudringen.

Traditionen und Rituale zu Samhain

Eine Samhain-Tradition kennen Sie jetzt bereits: Das Festmahl für ALLE Familienmitglieder. Wenn Sie noch weitere Traditionen, Bräuche und Rituale zu Samhain kennenlernen möchten, dann empfehle ich Ihnen unseren Blogbeitrag dazu!

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei Ihrer individuellen Samhain-Feier. Genießen Sie es…



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